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Gibt es auf der Insel weniger besuchte historische Stätten oder Ruinen, die einen Besuch wert sind?

Viele Besucher erwarten, dass Mallorcas Geschichte sich auf die viel besuchten Straßen von Palma beschränkt, doch außerhalb der Hauptstadt und populärer Orte wie Sóller und Alcúdia liegen ruhigere Überreste der Vergangenheit der Insel in friedlichen Umgebungen verstreut. In der Nähe von Pollença bieten die Ruinen der römischen Villa Son Real, nahe der Küste gelegen, einen ruhigen Einblick in die antike Besiedlung der Insel, fernab von den Menschenmassen, die Es Trenc oder Formentor besuchen. Die Stätte umfasst Mosaikböden und Spuren von Thermalbädern, eingebettet zwischen Kiefern und Dünen.

Wer ins Landesinnere zur Serra de Tramuntana vordringt, findet die wenig beachteten Überreste der alten Mauern des Klosters Lluc, die weniger Touristen anziehen als das moderne Pilgerzentrum. In der Umgebung von Valldemossa und Deià erzählen alte Bauernhäuser und Terrassenruinen aus der ländlichen Vergangenheit der Insel Geschichten jahrhundertealter Lebensweisen, geprägt von Olivenhainen und Weinbergen, die oft von Strandbesuchern übersehen werden. Die Ma-10, die sich durch diese Berge schlängelt, führt an kleinen steinernen Kapellen und Verteidigungstürmen vorbei, die in Zeiten von Piratenangriffen errichtet wurden.

Selbst in Manacor, fernab der geschäftigen Straßen, stehen die römischen Aquädukte still als Zeugnis früher Ingenieurskunst, die die lokale Landwirtschaft unterstützte. Um diese weniger frequentierten Orte zu erreichen, verbindet das TIB-Busnetz viele Dörfer und ermöglicht es Reisenden, kulturelle Entdeckungen mit Wanderungen in der Natur zu verbinden, statt sich nur auf das historische Zentrum Palmas zu beschränken. Wer über die üblichen Pfade hinausgeht, findet leicht faszinierende Schichten der Inselgeschichte in ruhigen, abseits gelegenen Gegenden.