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Welche Tierwelt kann man in der Nähe der berühmten Höhlen Mallorcas wie den Cuevas del Drach beobachten?

Der Besuch der Cuevas del Drach oder anderer Höhlen wie den Cuevas de Artà dreht sich ebenso um die unterirdischen Wunder wie um das Leben, das in und um diese kühlen, geschützten Umgebungen gedeiht. Im Inneren sieht man oft Fledermäuse, die ruhig von den Decken hängen – Arten, die eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der lokalen Insektenpopulation spielen. Mit Einbruch der Dämmerung nimmt ihre Aktivität zu, was für Beobachter ein lebhaftes Schauspiel ergibt. Manche Höhlen beherbergen sogar seltene, an die Höhlenbedingungen angepasste Tiere wie bestimmte blinde Krebstiere und Fische, deren spezielle Anpassungen von isolierter Evolution erzählen.

Direkt außerhalb bieten die Kalkklippen und angrenzenden Wälder Lebensraum für verschiedene standorttreue und Zugvögel. Greifvögel wie Eulen und der endemische Balearensänger sind in der Morgendämmerung und Dämmerung beim Sitz- oder Jagdverhalten zu beobachten. Je nachdem, wo Sie unterwegs sind, besonders im Tramuntana-Gebirge bei Valldemossa oder Deia, können Sie wilde Ziegen oder die scheue Geneta (Ginsterkatze), ein kleines Raubtier, sehen. Das Küstengestrüpp beherbergt vielfältige Reptilien und Insekten, während nahe gelegene Pinienwälder und Mandelhaine Schutz für Singvögel und Schmetterlinge bieten.

Wer Höhlen entlang der Ma-10 oder in der Umgebung von Manacor besucht, hat bei Morgen- und Abendspaziergängen die besten Chancen, die vielfältige Fauna der Insel zu erleben. Fernglas und Kamera ermöglichen eine umfassende Beobachtung der oft unauffälligen, aber auch auffälligen Tiere. Jeder dieser natürlichen Lebensräume erzählt ein Kapitel aus Mallorcas reicher ökologischer Geschichte, wodurch das Erkunden der Höhlen über die beeindruckenden Felsformationen hinaus zu einem lohnenden Erlebnis wird.