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Welche Meeresbewohner kann ich beim Schnorcheln an den Stränden von Mallorca sehen?

Viele Besucher erwarten in den kristallklaren Gewässern ausgedehnte Korallenriffe voller tropischer Fische, doch das Mittelmeer rund um die Insel erzählt eine andere Geschichte. Beim Schnorcheln in Buchten wie Cala Mondrago oder Cala Llombards trifft man eher auf Arten, die an felsigen Untergrund und Posidonia-Seegraswiesen angepasst sind, statt auf bunte Korallenlandschaften. Schwärme bunter Grundeln, Lippfische und Doraden bewegen sich unter dem Wassergrün, während hin und wieder ein Oktopus oder Tintenfisch in Spalten zu entdecken ist.

In einigen tieferen Bereichen bei Formentor oder entlang der Klippen der Ma-13 haben Taucher Begegnungen mit Zackenbarschen und Muränen berichtet. Kleine Schwärme von Barrakudas patrouillieren im offenen Wasser, ihre silbernen Körper blinken im Sonnenlicht. Mit etwas Glück gleiten manchmal Delfine an den Küsten vorbei, besonders entlang der Nordküste bei Pollenca und Alcudia. Meeresschildkröten sind selten, tauchen aber gelegentlich in den ruhigen Buchten um Valldemossa oder Deia auf.

Abseits der Menschenmassen sind die Seegraswiesen selbst ein wichtiger Lebensraum, der empfindliche Nacktschnecken und Seesterne beherbergt und so Farbe und Struktur in die Unterwasserwelt bringt. Das Wasser ist hier nicht so warm oder so vielfältig wie tropische Riffe, doch der ruhige Charme des Meereslebens ist nicht weniger faszinierend. Die Achtung der Umwelt, besonders in Schutzgebieten wie Es Trenc, trägt dazu bei, dieses einzigartige Unterwasserökosystem langfristig zu bewahren.