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Ist es sicherer, auf Mallorca die Bergstraßen nachts oder tagsüber zu befahren?

Die Fahrt durch die Serra de Tramuntana bei Dunkelheit unterscheidet sich deutlich vom Fahren bei Tageslicht. Straßen wie die Ma-10, die durch kleine Orte wie Valldemossa und Deià führen, sind oft schmal und kurvenreich und meistens ohne Straßenbeleuchtung, weshalb das Fahren am Tag für die meisten Besucher vorzuziehen ist. Tagsüber ist die Sicht nicht nur besser, sondern man kann auch die beeindruckenden Landschaften dieser Inselregion genießen.

Andererseits sind Strecken entlang der flacheren Ostküste oder von Palma Richtung Manacor auf der Ma-15 meist besser beleuchtet und nachts einfacher zu befahren. Dennoch ist es schwieriger, unerwartete Tiere wie streunende Schafe oder Wildschweine bei schlechter Sicht zu erkennen, besonders auf ländlichen Abschnitten. Müdigkeit spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle, und die unbekannten Verkehrszeichen oder engen Kurven erhöhen nach Einbruch der Dunkelheit die Gefahren.

Der öffentliche Nahverkehr, einschließlich des TIB-Busnetzes, verkehrt abends meist deutlich seltener, sodass man mit dem Auto oft besser unterwegs ist. Außerdem ermöglicht das Fahren am Tag Pausen an schönen Buchten wie Cala Mondragó oder Es Trenc, um auszuruhen oder lokale Spezialitäten wie pa amb oli oder tumbet in Ruhe zu genießen.

Natürlich können erfahrene Fahrer, die mit kurvenreichen Strecken vertraut sind, auch nachts gut unterwegs sein. Für Neulinge ist das Fahren am Tag jedoch nicht nur sicherer, sondern erlaubt es auch, die abwechslungsreiche Landschaft mit ihren zerklüfteten Bergen und der schillernden Küste in vollem Umfang zu erleben.