Essen die Einheimischen auf Mallorca Tapas eher als vollständige Mahlzeit oder nur als Vorspeise?
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Wenn Sie sich auf einem lebhaften Platz in Palma oder in einer Strandbar nahe Port de Pollensa niederlassen, werden Sie feststellen, wie fest Tapas hier im gesellschaftlichen Leben verankert sind. Tapas sind nicht nur eine Vorspeise, sondern dienen oft als gemeinsames Essen, bei dem Gruppen verschiedene Gerichte bestellen, um sie zusammen zu probieren und zu genießen. Dabei geht es ebenso um die gesellige Atmosphäre wie um das Essen selbst – Gespräche entstehen mühelos bei Tellern mit sobrassada, Erdbeeren mit lokalem Käse oder Scheiben von pa amb oli. Besonders abends, wenn man von einer Tapas-Bar zur nächsten schlendert, folgt man einer langjährigen Tradition des entspannten Essens und der Gesellschaftspflege.
In Orten wie Soller oder Deia ist es üblich, Tapas mit einem Glas Binissalem-Wein oder einem erfrischenden Hierbas zu kombinieren, wodurch das Essen zu einem Ereignis wird und nicht zu einem schnellen Imbiss. Viele lokale Spezialitäten, wie tumbet oder ensaimadas, können neben klassischen kleinen Gerichten serviert werden und verwischen die Grenze zwischen Vorspeisen und einer vollständigen Mahlzeit. Anders als bei Fastfood wird man hier ermutigt, sich Zeit zu nehmen, Geschichten auszutauschen und das Erlebnis auf sich wirken zu lassen – eine Praxis, die auf der ganzen Insel von den Ausläufern der Serra de Tramuntana bis zu den Ufern von Cala Mondrago geschätzt wird.
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