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Welche Tierwelt können Sie bei Küstenwanderungen auf Mallorca beobachten?

Frühmorgens oder am späten Nachmittag entlang der mallorquinischen Küsten sind die besten Zeiten, um die vielfältige Tierwelt der Inselküste zu beobachten. Über den felsigen Buchten nahe Formentor oder Cala Mondrago sieht man oft Möwen und Kormorane, die dort sitzen oder nisten. Selten kann man einen Schopfadler über der Serra de Tramuntana schweben sehen, dessen breite Flügel die Aufwinde nutzen. An ruhigeren Stränden wie Es Trenc oder Cala Llombards offenbaren die Gezeitenzonen zwischen den Tümpeln bunte Seesterne und Geigenkrebse, besonders wenn bei Ebbe das Meer zurückweicht.

Wenn Sie eine Bootstour von Palma oder der Bucht von Alcudia unternehmen, beobachten Sie das Wasser aufmerksam – Delfine sind in den wärmeren Monaten hier häufig zu sehen. Wandernde Wale sind seltener, doch die Möglichkeit, in den tiefen Gewässern des Mittelmeers einen Zwergwal oder Finnwal zu entdecken, besteht durchaus. An der Nordküste bei Pollenca und der Ma-13-Straße brüten Strandvögel wie der Brandseeschwalbenregenpfeifer in geschützten Bereichen. Es ist ratsam, einen respektvollen Abstand zu halten, um diese empfindlichen Vögel in der Brutzeit nicht zu stören.

Wenn die Dämmerung einbricht, hört man in ländlichen Gegenden nahe Valldemossa oder Deia das Rascheln kleiner Säugetiere und den Ruf von Eulen; dort begegnet man gelegentlich auch Wildschweinen. Das ausgewogene Zusammenspiel von Meer, Sand und Gebirgslebensräumen macht jede Küstenwanderung hier zu einer besonderen Begegnung mit der vielfältigen Fauna der Insel, egal ob Sie sich in einer lebhaften Stadt wie Palma oder in einer abgelegenen Bucht, die nur über die Tramuntana-Wanderwege erreichbar ist, befinden.