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Welche weniger bekannten Orte rund um Mallorca besuchen Einheimische besonders gern?

In den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag zeigt sich die Insel von einer anderen Seite, wenn viele über die üblichen Touristenrouten hinausgehen, um ruhige Ecken zu finden, die bei den Bewohnern geschätzt werden. In den Ausläufern der Tramuntana nahe Valldemossa führen schmale Gassen zu kleinen Handwerksbetrieben, in denen Kunsthandwerker noch traditionelle Töpferei und Textilien herstellen. Diese versteckten Ateliers öffnen oft nur sporadisch, bieten aber die Gelegenheit, die Hersteller kennenzulernen und ein wirklich authentisches Souvenir zu erwerben. Höher hinauf in Deià laden Cafés mit Postkartenblicken auf das Meer und die Berge Gäste ein, die dem Trubel entfliehen wollen, besonders außerhalb der Monate Juli und August.

An der Ostküste, nahe den ruhigeren Buchten von Cala Llombards oder Cala Mondragó, bewahren Fischerorte ein entspanntes Tempo. Kleine familiengeführte Restaurants servieren Spezialitäten der Insel wie tumbet und frisch gefangene Meeresfrüchte, begleitet von einem Glas starken Hierbas, das am Tisch eingeschenkt wird. Rund um Palma entdecken Besucher den Charme von Vierteln wie Santa Catalina bei Einbruch der Dämmerung, wo Einheimische sich in Tapas-Bars und auf Märkten fernab des Stadtzentrums treffen. Der TIB-Bus oder die historische Sóller-Bahn bieten weniger befahrene Strecken, die zu ruhigen Landschaften auf dem Land und zu Weingütern in Binissalem führen, wo einheimische Rebsorten gedeihen.

Auch die Strände der Insel haben ihre Geheimtipps: Statt des überlaufenen Es Trenc empfiehlt sich ein Abstecher zu kleineren Strandabschnitten entlang der Ma-19, wo kristallklares Wasser oft für sich allein genossen werden kann. Orte wie Cala Figuera bleiben ruhig, weil es keine direkte öffentliche Anbindung gibt, was Entdecker zu Fuß oder mit dem Boot belohnt. Saisonale Feste wie Nit de Foc oder die Festa de l’Ametler ziehen zwar Menschenmengen in bestimmte Orte, doch selbst dann offenbaren abseits der bekannten Wege die Lieblingsplätze der Einheimischen – von abgelegenen Aussichtspunkten bis zu familiengeführten Cafés – den authentischen Rhythmus und die Herzlichkeit der Insel.