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Welche besonderen Bräuche sollte ich beim Genuss von Getränken in Bars auf Mallorca kennen?

Der Duft von Pinien und salziger Meeresluft mischt sich mit dem lebhaften Treiben in einer Bar in der Altstadt von Palma. Hier geht es beim Trinken genauso um Gemeinschaft wie um Erfrischung. Anstatt nur ein Getränk zu bestellen, kombinieren Einheimische häufig ihren Hierbas oder Palo mit einer kleinen tapa aus sobrassada oder pa amb oli und leben so die soziale Esskultur der Insel. Es ist üblich, diese Teller unter Freunden zu teilen, was zum Gespräch und Austausch über einfache, authentische Aromen einlädt.

Getränkebestellungen folgen einem eigenen Rhythmus. Die Bitte um „un vino de Binissalem“ oder „una caña“ fühlt sich ganz natürlich an, da Stammgäste oft problemlos lokale Weine oder Bier vom Fass bestellen. Beim Verlassen genügt es, dem Barkeeper Blickkontakt zu geben und die Hand dezent zu heben, um die Rechnung zu bitten – laute Rufe sind nicht nötig. Viele Gäste verweilen stehend an der Bar und tauschen Geschichten aus, während die Sonne hinter der Serra de Tramuntana untergeht, wodurch die Atmosphäre bis spät in die Nacht lebendig bleibt.

Auch der Zeitpunkt ist hier wichtig. Die Barszene erreicht meist spät am Abend ihren Höhepunkt, denn die Einheimischen beginnen ihren Abend oft erst nach 21 Uhr, besonders während Festen wie dem Sant Sebastià in Palma oder der feurigen Nit de Foc. Trinkgeld ist bescheiden; eine kleine Geste wie das Aufrunden der Rechnung ist üblich, aber nie verpflichtend. Wer sich auf diese Rituale einlässt, erlebt den lebendigen und gastfreundlichen Geist der Insel noch intensiver.