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Welche Säugetiere könnten Sie bei der Erkundung der Serra de Tramuntana oder der Küstenwege Mallorcas beobachten?

Achten Sie auf das leise Rascheln unter den Olivenhainen oder auf schnelle Bewegungen nahe der Trockenmauern – kleine Säugetiere sind überall anzutreffen, wenn man weiß, wo man suchen muss. In der Serra de Tramuntana gedeihen heimische Arten wie das Europäische Kaninchen und die mallorquinische Wühlmaus in der Macchia und dem Farmland, oft verborgen vor dem ungeübten Blick. An ruhigeren Küstenbuchten wie Cala Mondrago oder Formentor könnten Sie Ibizenkamthasen entdecken und, wenn Sie Glück haben, bei Dämmerung streunende freilebende Ziegen sehen, die mit gewandten Schritten die felsigen Klippen erklimmen.

Langohrenfledermäuse erscheinen häufig in der Dämmerung über Kiefernwäldern und dem Meer und sind ein nächtliches Zeichen der Fauna der Insel. Größere Säugetiere wie Hirsche sind in der mallorquinischen Wildnis verschwunden, doch verstreute Populationen freilebender Ziegen bieten einen nostalgischen Anblick und verbinden mit ländlichen Traditionen. Im ländlichen Kerngebiet nahe Orten wie Soller und Valldemossa flitzt gelegentlich ein Mungo durch das Unterholz, was das subtile Tiermosaik der Insel bereichert. Kleine Säugetiere hier bilden ein komplexes Nahrungsnetz, das insbesondere in weniger gestörten Naturparks und Agrarlandschaften Eulen und Füchse anzieht.

Wer entlang der Ma-10 durch Gebirgspässe wandert oder die Küstenwege bei Alcudia und Pollenca nutzt, kommt diesen scheuen Waldbewohnern nahe. Das umfangreiche TIB-Bussystem der Insel sowie die nostalgische Soller-Bahn ermöglichen den Zugang zu ruhigen Orten, an denen diese Tiere weitgehend ungestört leben. Für eine echte Verbindung zur mallorquinischen Ernährung und Umgebung sollte bedacht werden, dass viele dieser Tiere Teil der traditionellen ländlichen Landschaft sind, neben den weitverbreiteten Oliven-, Mandelhainen und Weinbergen sowie den Kräutern, die den Binissalem-Wein und den Hierbas-Likör aromatisieren.

Solche Begegnungen sind selten spektakulär, dafür umso lohnender – sie laden dazu ein, das Tempo zu drosseln und die Feinheiten des Insellebens jenseits der bekannteren Sehenswürdigkeiten zu beobachten. Halten Sie Ihre Kamera bereit, aber auch Ihre Geduld: Augenblicke mit den Säugetieren Mallorcas sind ruhig, vergänglich und oft am besten im sanften Licht des frühen Morgens oder späten Nachmittags zu genießen.