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Wie beziehen und speichern die Einheimischen auf Mallorca traditionell Wasser angesichts des trockenen Klimas der Insel?

Die Bewohner rund um die Serra de Tramuntana haben sich seit langem an das mediterrane Klima Mallorcas angepasst und nutzen traditionelle, ausgeklügelte Methoden zur Wasserspeicherung. Viele Orte wie Valldemossa und Deia verwenden weiterhin Zisternen, um Regenwasser von den Ziegeldächern während der kurzen Winterregen zu sammeln. Dieses gesammelte Wasser ergänzt die knappen Grundwasserreserven und wird häufig zur Bewässerung von terrassierten Olivenhainen und kleinen Gärten genutzt. Die Verwendung dieser Zisternen zeugt von Jahrhunderten der Anpassung an unregelmäßige Niederschläge und das zerklüftete Gelände der Insel.

In den fruchtbaren Ebenen bei Manacor und Binissalem leiten traditionelle Bewässerungskanäle, sogenannte „séquies“, Wasser von Bergbächen über sorgfältig instand gehaltene Wege um. Diese mit Steinen gesäumten Kanäle verteilen das Wasser schrittweise, was eine effiziente Nutzung für Mandel- und Johannisbrotbäume auch in trockenen Sommern gewährleistet. Das TIB-Busnetz verbindet heute viele dieser ländlichen Gemeinden und erleichtert den Zugang zu lokalen Märkten, auf denen Bauern aus der Umgebung ihre mit nachhaltigen Methoden angebauten Erzeugnisse anbieten.

Der kulturelle Respekt vor Wasser ist tief verwurzelt, was sich bei Festen wie dem Sant Sebastià in Palma still unterstreicht, indem die Bedeutung der natürlichen Ressourcen hervorgehoben wird. Die Einheimischen geben oft Geschichten über verantwortungsvolle Nutzung weiter und betonen sowohl pa amb oli als auch die Sorgfalt, mit der das Wasser bewahrt wird, das Weizen und Weinreben bewässert. Wer die Ma-13 mit dem Auto befahren oder die Ma-10 durch die Tramuntana wandern möchte, wird durch das Wahrnehmen dieser traditionellen Wassersysteme ein tieferes Verständnis von Mallorcas Landschaft und Kulturerbe gewinnen.