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Welche Tierwelt kann ich bei einem Besuch der Höhlen rund um Mallorca beobachten?

Aufmerksame Besucher werden in der Nähe der Höhlen entlang der Küste der Tramuntana am Abend von kleinen Fledermäusen begrüßt, die in der Dämmerung zu fliegen beginnen. Diese Höhlen, etwa in der Nähe von Porto Cristo oder an den steilen Klippen bei Cala Llombards, beherbergen Fledermauskolonien, die eine wichtige Rolle im lokalen Ökosystem spielen, indem sie Mücken und andere Insekten fressen. Ihre stille Anwesenheit ist eines der weniger bekannten Naturwunder der Insel, das leicht übersehen wird, aber umso lohnender ist zu beobachten.

In den Höhlen selbst trifft man auf spezialisierte Insekten wie Höhlengrillen und kleine Springschwänze, die einzigartig an die feuchte, schattige Umgebung angepasst sind. Anders als die lebhaften Strände von Es Trenc oder Formentor bieten diese dunklen Hohlräume eine geschützte Welt, in der Blindheit und blasse Färbung einige endemische Arten kennzeichnen – ähnlich wie einige wenige isolierte Amphibien, die an das Leben unterirdisch auf den Balearen angepasst sind.

An den Eingängen der Höhlen bauen Schwalben und Mauersegler oft ihre Nester und jagen im warmen Mittelmeerwind nach fliegenden Insekten. Die umliegenden Landschaften, besonders in Gegenden wie der Serra de Tramuntana oder nahe Pollenca, bieten eine vielfältige Flora und Fauna: Eidechsen sonnen sich auf den Steinen, und gelegentlich raschelt es leise von Kaninchen im Gestrüpp. Das Erkunden dieser verborgenen Winkel eröffnet eine ruhigere Seite des natürlichen Erbes der Insel und lädt dazu ein, die Tierwelt, die jenseits der touristischen Pfade gedeiht, achtsam zu entdecken.