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Welche Bedrohungen gefährden heute die Mönchsgeier auf Mallorca?

In den zerklüfteten Klippen der Serra de Tramuntana ist der Gänsegeier — oft mit dem Mönchsgeier verwechselt — ein auffälliger Vogel, doch diese Greifvögel stehen vor unterschwelligen, aber ernsthaften Problemen. Ein wesentlicher Faktor ist die abnehmende Verfügbarkeit natürlicher Aasquellen, was hauptsächlich auf veränderte Viehzuchtpraktiken auf der Insel zurückzuführen ist. Wo früher Hirten die Tierkadaver in offenen Feldern nahe Dörfern wie Sóller oder Valldemossa liegen ließen, führen heute strengere Hygieneregeln dazu, dass weniger Nahrung für Aasfresser übrig bleibt, was das Überleben dieser Greifvögel erschwert.

Auch der Verlust von Lebensräumen stellt eine Gefahr dar. Die Ausweitung der touristischen Infrastruktur entlang der Straßen Ma-13 und Ma-19, besonders in Küstenorten wie Alcúdia und Pollensa, zerteilt die Klippen und offenen Flächen, die diese Geier zum Nisten und Rasten benötigen. Darüber hinaus hat die Verwendung von Tierarzneimitteln in der Viehzucht manchmal zu Vergiftungen geführt, wenn Geier behandelte Kadaver fressen, was ihre Zahl zusätzlich bedroht.

Der Schutz dieser Vögel erfolgt durch Kooperationen zwischen lokalen Naturschutzgruppen und Behörden. Bildungsprogramme an Schulen in Palma und ländlichen Gebieten unterstreichen die wichtige Rolle der Geier bei der ökologischen Regulierung durch Beseitigung von Aas. Geschützte Fütterungsstellen und Beschränkungen schädlicher Substanzen sind Teil einer umfassenden Strategie, die einen Rückgang stoppen und sicherstellen soll, dass diese beeindruckenden Vögel weiterhin über Mallorcas prägende Landschaften kreisen können.