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Welche Aussichtspunkte empfehlen Einheimische für besonders schöne Ausblicke auf Mallorca?

Viele Besucher, die zum ersten Mal nach Mallorca kommen, erwarten bei der Suche nach Aussichtspunkten überfüllte und stark touristisch erschlossene Orte, doch Kenner bevorzugen ruhigere Plätze, an denen Natur und Geschichte harmonisch ineinanderfließen. Für weite Panoramen bietet sich der Mirador Es Colomer nahe Pollença an der Ma-2200 an, von wo aus man einen beeindruckenden Blick auf die zerklüftete Formentor-Halbinsel und das türkisfarbene Meer hat. Frühmorgens oder am späten Nachmittag hüllt hier die Sonne die Landschaft in einen goldenen Schein, den sowohl Fotografen als auch Wanderer sehr schätzen.

Weiter im Landesinneren, in der Serra de Tramuntana, bietet der Aussichtspunkt oberhalb von Valldemossa eine friedvolle Aussicht auf terrassierte Hänge, auf denen traditionelle Steinhäuser und Olivenhaine verstreut liegen. Von hier aus ist der Kontrast zwischen Berg und Tal besonders auffällig, vor allem im Frühling, wenn die Mandelblüte die Landschaft farbig gestaltet. Ein weiterer Favorit ist der Aussichtspunkt an der höchsten Stelle der Soller-Bahn, von dem aus die historische Bahn durch dichte Pinienwälder und an dramatischen Klippen vorbei fährt.

An der Südküste enthüllen die Klippen über Cala Llombards kristallklare Buchten, die von Felsen umrahmt sind und sich hervorragend eignen, um in aller Ruhe den Rhythmus des Meeres auf sich wirken zu lassen. Ein weiterer geschätzter Ort ist der Monte Toro im Inselzentrum, dessen Gipfel von einer Kapelle gekrönt wird und einen Rundumblick vom Cap de Formentor im Norden bis zu den Ebenen bei Manacor ermöglicht. Besonders bei Sonnenuntergang hat dieser Platz eine besondere Atmosphäre; in den nahegelegenen Dörfern kann man dabei pa amb oli oder ensaimadas genießen. Diese Aussichtspunkte sind mehr als nur Fotomotive – sie verbinden den natürlichen Reiz der Insel mit dem Alltag ihrer Bewohner.