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Gibt es lokale Legenden, die mit den Leuchttürmen an Mallorcas Küste verbunden sind?

Der Leuchtturm am Cap de Formentor, der dramatisch an der Nordspitze der Insel thront, verdankt seinen geheimnisvollen Ruf vielen Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Eine erzählt von einem Leuchtturmwärter, der während eines heftigen Mittelmeersturms ein zum Untergang verurteiltes Schiff heldenhaft in Sicherheit führte, dabei aber selbst im Sturm verschwand. Fischer aus dem nahegelegenen Pollenca flüstern schon lange von einem geisterhaften Licht, das jenseits der Klippen flackert, und von schwachen Echos eines Nebelhorns, wenn der Wind heult, was darauf hindeutet, dass der Geist des Wärters noch immer über das unruhige Meer wacht.

An der südöstlichen Küste bei Cala Figuera ist der Leuchtturm am Cap Ses Salines mit einer weiteren schaurigen Legende verbunden. Es heißt, dass gestrandete Seeleute aus dem 19. Jahrhundert an nebligen Abenden noch immer die Küsten entlangwandern, ihre geisterhaften Gestalten von Spaziergängern an den salzhaltigen Salinen gesichtet werden. Das feierliche, beständige Leuchten des Turms gilt als ein Zeichen sowohl für die Lebenden als auch als Laterne für verlorene Seelen.

Die Erkundung dieser abgelegenen Wachttürme offenbart mehr als nur panoramische Ausblicke; sie offenbart eine zeitlose Verbindung zur maritimen Vergangenheit der Insel. Ob auf den gewundenen Pfaden der Serra de Tramuntana unterwegs oder bei einer Pause in einem Café am Meer in Palma – diese Legenden verleihen der beeindruckenden Küste eine besondere Faszination. Sie laden die Besucher ein, sich das Leben derer vorzustellen, die hier einst Wache hielten, und schlagen so eine Brücke zwischen Geschichte und Mythos unter dem milden Himmel Mallorcas.