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Wie ernten die Einheimischen auf der Insel Johannisbrot und welche traditionellen Techniken wenden sie dabei an?

In den ländlichen Gebieten um Orte wie Costitx und entlang der Ausläufer der Serra de Tramuntana sind Johannisbrotbäume häufig anzutreffen und geben einen Einblick in Mallorcas landwirtschaftliche Vergangenheit. Die Erntezeit beginnt meist im frühen Herbst, wenn die glänzenden Schoten sich dunkelbraun färben und signalisiert, dass sie reif sind. Die Einheimischen verwenden traditionell lange Holzstangen oder -stöcke, um die Schoten vorsichtig zu schütteln oder abzuklopfen, sodass sie ohne Beschädigung oder Verletzung des Baumes fallen. Dabei handelt es sich oft um eine gemeinschaftliche Tätigkeit, bei der Familien unter dem Schatten dieser widerstandsfähigen Bäume zusammenarbeiten.

Nach dem Sammeln werden die Schoten von Hand in große Körbe oder Säcke gelegt. Eine Reinigung entfernt Staub und eventuelle Rückstände von den Ästen. Viele Bauern verteilen die Schoten anschließend in den Innenhöfen ihrer Fincas unter der mediterranen Sonne zum Trocknen, wodurch sich der süße Geschmack konzentriert und die Haltbarkeit verlängert wird. Das getrocknete Johannisbrot kann zu Mehl vermahlen, als natürlicher Süßstoff verwendet oder zu Sirupen verarbeitet werden, die lokale Backwaren oder Getränke verfeinern. Diese sorgfältig bewahrte Tradition verbindet Mallorcas kulinarisches Erbe mit nachhaltigen Anbaumethoden und zeigt eine sanftere Seite der Insel jenseits ihrer bekannten Strände und Weinberge.